Kategorien:Gebäude
Nördlich des neuen Rathauses, nicht weit vom Altmarkt, steht es inmitten von Neubauten. Der barock-klassizistische Bau beherbergt ein Hotel. Sehenswert das Atrium mit seinen Balkons. Der Brunnen an der Rückseite ist nach den Brüdern Dinglinger benannt, den berühmten Goldschmieden, die für August II. jene einzigartigen Geschmeide schufen, die im Grünen Gewölbe zu sehen sind.
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Sie steht an der Südostecke des Theaterplatzes und erinnert an die Alte Wache in Berlin. Friedrich Schinkel hat beide entworfen, diese 1830. Heute befindet sich hier die Vorverkaufskasse für alle staatlichen Theater.
Kategorien:Frauenkirche
Wenn heute die - acht - Glocken der Frauenkirche erklingen, stehen hunderte Staunender draußen und drinnen voller Bewunderung für dieses meisterhaft gelungene Werk des modernen Sakralbaus.
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Unter der majestätischen Innenkuppel sieht man acht originalgetreu nachempfundene Gemälde, die christliche Tugenden und verschiedene Evangelisten darstellen.
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Über dem Altar schwebt die Orgel. Leider konnte man hier nicht auf ein Original oder eine originalgetreue Rekonstruktion zurückgreifen, weil die Silbermann-Orgel im Krieg völlig ausgebrannt war. Man entschied sich also für einen Kompromiss und orientierte sich bei dem neuen Instrument an einer teilweisen Nachempfindung des alten mit drei Manualen ausgestatteten, erweiterte die neue Orgel jedoch noch um ein viertes. Dieses ist besonders für das Spielen von spätbarocken Stücken geeignet.
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Bevor jedoch an eine Bautätigkeit überhaupt zu denken war, mussten die Trümmer abgetragen werden. Mühsam wurde Stein für Stein entfernt, wobei man sehr bemüht war verwertbare Trümmer wieder einzubauen. Deshalb wurde alle irgendwie verwendbaren Steine nicht zur katalogisch erfasst, sondern auch Maß genommen und eingelagert. Insbesondere in der Außenfassade kann man man ungefähr dreieinhalbtausend ehemalige Trümmerstücke begutachten, sie haben eine dunklere Farbe, als der neue Sandstein.
Im nächsten Schritt wurde dann die so genannte Unterkirche, quasi der Keller der Frauenkirche, wieder aufgebaut. Dafür brauchte man drei Jahre und hatte so bereits 1996 einen Ort für Gottesdienste oder andere Veranstaltungen geschaffen. Zunächst stand hier auch das Nagelkreuz, das der Bischof von Coventry der Stadt Dresden als christliches Versöhnungszeichen geschenkt hatte. Mittlerweile steht das Kreuz nicht mehr in der Unterkirche, sondern kann oben auf dem Altar bewundert werden. Dieser Altar von Johann Christian Feige war fast sechzig Jahre lang im Trümmerhaufen verschüttet gewesen und konnte beim Wiederaufbau erstaunlicherweise wieder verwendet werden. Die Zerstörungsspuren hat man bewusst erhalten, um im Herzen der Kirche ein zeitgenössisches Mahnmal gegen den Krieg zu haben.
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Heute ist die Kirche nicht mehr Mahnmal gegen den Krieg, sondern gilt als Symbol der Versöhnung. Nur durch das Zusammenspiel einer internationalen Spendentätigkeit konnten in so kurzer Zeit so viele Gelder für den Wiederaufbau des kirchlichen Wahrzeichens gewonnen werden. Menschen aus allen Ländern, verschiedenster Rassen und Religionen haben ihren Beitrag dazu geleistet, dass moderne Baumeister den Monumentalbau am Neumarkt wieder errichten konnten. Die Idee des Wiederaufbaus allerdings nahm nicht nur ihren Anfang in Dresden, sondern dort wurde ihr auch konkrete Gestalt gegeben. Indem 1991 für die Leitung des Wiederaufbaus die ‘Stiftung für den Wiederaufbau Frauenkirche’ aus der Taufe gehoben wurde, war klar, dass das Wahrzeichen der Stadt wieder erstehen würde. Es war nur eine Frage der Zeit. Im gleichen Jahr wurde auch von Seiten der Landeskirche dazu eine positive Entscheidung gefällt, und so konnte man drei Jahre später mit dem Projekt beginnen. Der Löwenanteil, ungefähr 120 Millionen, der Baukosten wurde aufgrund der ungeheuren Spendenfreudigkeit über die Spenden abgedeckt. Die restlichen 59 Millionen teilten sich der Bund, das Land Sachsen und die Stadt Dresden.
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Wenn man Besonderes an der Frauenkirche beschreiben möchte, gibt es Vieles zu nennen. Zum einen stellt sie ein besonders prächtiges Zeugnis barocker Architektur dar, denn beim Wiederaufbau hat man sich, unter Zuhilfenahme einer meisterhaften Ergänzung alter und modernster Bautechniken, originalgetreu an der ursprünglichen Gestaltung orientiert. Zum anderen stellt die Frauenkirche eines der größten und prächtigsten Zeugnissse des evangelischen Sakralbaus und hat eine der größten steinernen Kuppeln im nördlichen Europa.
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In der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik galt die Frauenkirche als Mahnmal gegen den Krieg. Sechzig Jahre lang war die Ruine deutlich sichtbares Zeichen der zerstörerischen Wirkung kriegerischer Auseinandersetzungen mitten im Herzen der Stadt, am Dresdner Neumarkt. Im Februar 1945 war die Frauenkirche aufgrund einer schweren Bombardierung zwei Tage zuvor endgültig eingestürzt. Erst Anfang des einundzwanzigsten Jahrhunderts begann ihr Wiederaufbau, der am 30. Oktober 2005 schließlich mit einem feierlichen Gottesdienst und Festakt, die international Beachtung fanden, abgeschlossen wurde. Nun hat die Dresdner Bevölkerung ihr altes Wahrzeichen wieder, aber auch tausende von Touristen, die Jahr für Jahr in die Stadt strömen, können den gelungenen Aufbau der Kirche voller Staunen genießen.
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