Kategorien:Frauenkirche
Bevor jedoch an eine Bautätigkeit überhaupt zu denken war, mussten die Trümmer abgetragen werden. Mühsam wurde Stein für Stein entfernt, wobei man sehr bemüht war verwertbare Trümmer wieder einzubauen. Deshalb wurde alle irgendwie verwendbaren Steine nicht zur katalogisch erfasst, sondern auch Maß genommen und eingelagert. Insbesondere in der Außenfassade kann man man ungefähr dreieinhalbtausend ehemalige Trümmerstücke begutachten, sie haben eine dunklere Farbe, als der neue Sandstein.
Im nächsten Schritt wurde dann die so genannte Unterkirche, quasi der Keller der Frauenkirche, wieder aufgebaut. Dafür brauchte man drei Jahre und hatte so bereits 1996 einen Ort für Gottesdienste oder andere Veranstaltungen geschaffen. Zunächst stand hier auch das Nagelkreuz, das der Bischof von Coventry der Stadt Dresden als christliches Versöhnungszeichen geschenkt hatte. Mittlerweile steht das Kreuz nicht mehr in der Unterkirche, sondern kann oben auf dem Altar bewundert werden. Dieser Altar von Johann Christian Feige war fast sechzig Jahre lang im Trümmerhaufen verschüttet gewesen und konnte beim Wiederaufbau erstaunlicherweise wieder verwendet werden. Die Zerstörungsspuren hat man bewusst erhalten, um im Herzen der Kirche ein zeitgenössisches Mahnmal gegen den Krieg zu haben.
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